28.03.2020   R.5
FBT

Der Fachbereichstag Mechatronik

Historie

Zielsetzung der aus dem seit 1999 tätigen Arbeitskreis “Mechatronik an Hochschulen” hervorgegangenen Deutschen Gesellschaft für Mechatronik e.V. ist es, die akademische Ingenieurausbildung in Studiengängen der Mechatronik zu fördern und ein Forum für Kontakte zwischen der Wirtschaft und den Hochschulen zu sein.

Um dieses zu erreichen, wurde 2007 der Fachbereichstag Mechatronik als Interessenvertretung der Studienangebote in der Mechatronik gegründet.

Aufgaben und Aktivitäten

Der Fachbereichstag Mechatronik hat entsprechend seiner Geschäftsordnung die Aufgabe, eine bundesweite Vertretung der Fachbereiche, Fakultäten und Studiengänge an HAWs, Fachhochschulen und GHS gegenüber den Wissenschaftsministerien der Länder, der Bildungs- und Forschungspolitik des Bundes sowie der Hochschulrektorenkonferenz und der Kultusministerkonferenz zu übernehmen.

Aufgaben:

  • Bundesweite Vertretung der Mechatronik-Ingenieurausbildung
  • Förderung der Qualität der akademischen Ingenieurausbildung
  • Unterstützung der Akkreditierungsagenturen bei der Akkreditierung, z. B. über Stellungnahmen oder der Bereitstellung von Gutachtern in Akkreditierungsverfahren

Aktivitäten:

  • Erarbeitung von Qualitätsrichtlinien zur Ingenieurausbildung in der Mechatronik in Deutschland
  • Mitwirkung bei der Akkreditierung von Mechatronik-Studiengängen
  • Vertretung der Interessen zur akademischen Ingenieurausbildung in HRK und KMK
  • Mitgestaltung der Ingenieurausbildung in der Mechatronik in den Gremien der Verbände der Wirtschaft VDMA und ZVEI
  • Mitarbeit in den Gremien von Berufsorganisationen wie dem Verein Deutscher Ingenieure (VDI) und dem Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik
  • Zusammenarbeit mit anderen Fachbereichstagen in der Konferenz der Fachbereichstage KFBT
  • Unterstützung des Arbeitskreises “Mechatronik an Hochschulen” bei seinen zwei Sitzungen pro Jahr
  • Unterstützung der jährlichen “International Conference on Research and Education in Mechatronics REM”an jeweils einer anderen Universität in Europa (dgmev.de/remConference_en.html)
  • Zusammenarbeit mit der “European Society for Engineering Education” (SEFI), Brüssel (sefi.be)
  • Veröffentlichungen über die Studienangebote
  • Veranstaltung themenbezogener Workshops
  • Jährliche Verleihung des DGM Mechatronik-Preises für herausragende Abschlussarbeiten

In der Bundesrepublik Deutschland wurden schon 2010 an Fachhochschulen 84 Bachelor- und 24 Masterstudiengänge angeboten. An Universitäten existieren 28 Bachelor- und 22 Masterstudiengänge der Mechatronik. (hochschulkompass.de)
Schon 2015 hatte sich das Angebot um mehr als 70% erhöht und ist auf 271 Mechatronik-Studiengänge (171 grundständige und 100 weiterführende) angestiegen (ebd).

Die Mechatronik

Den Begriff “Mechatronik” prägten japanische Entwickler aus dem Bereich Robotertechnik im Jahr 1969. Sie verknüpften damit die drei Ingenieursdisziplinen Mechanik (Maschinenbau, Feinwerktechnik, Mikromechanik), Elektronik (Leistungselektronik, Sensorik, Aktorik) und Informatik (Software, Regelungs- und Automatisierungstechnik).

Mechatronische Entwicklungen von neuen Produkten nutzen die Potentiale der Innovationen in Elektronik und Informationstechnik zur Verbesserung der Kosten-/Leistungsrelation und zur Entwicklung neuer Funktionen und neuer Anwendungsgebiete.

Mechatronische Lösungen in der Produktion eröffnen intelligente Wege in der Fertigung, Montage und Qualitätskontrolle.
VDI-Richtlinie 2206: Entwicklungsmethodik für mechatronische Systeme